Bares für Rares: Händlerstreit eskaliert: „Wie unverschämt bist du?

In der neuesten Ausgabe von „Bares für Rares“ sorgte ein außergewöhnliches Sammlerstück für große Begeisterung – und am Ende für ein überraschend hohes Gebot.

Ein ferngesteuertes Mercedes-Benz-Modellauto aus den 1960er-Jahren lockte die Händler sofort aus der Reserve und entwickelte sich zu einem der spannendsten Verkaufsobjekte der Sendung.

Der Verkäufer brachte das nostalgische Spielzeug mit einer ganz besonderen Geschichte ins Pulheimer Walzwerk. Das Modell von GAMA, hergestellt zwischen 1964 und 1966, war einst ein Weihnachtsgeschenk seiner Eltern.

Seit seiner Kindheit hatte er das Auto sorgfältig aufbewahrt und über Jahrzehnte gepflegt. Besonders bemerkenswert: Sowohl die originale Fernbedienung als auch der originale Karton waren noch vorhanden – ein Umstand, der den Sammlerwert erheblich steigert und bei Experten wie Händlern gleichermaßen für leuchtende Augen sorgte.

Schon beim ersten Blick konnte Moderator Horst Lichter seine Begeisterung kaum verbergen. Mit einem breiten Grinsen erklärte er scherzhaft, er würde am liebsten sofort mit dem kleinen Mercedes davonfahren.

Gleichzeitig erinnerte er daran, dass ein solches Modell in den 1960er-Jahren alles andere als gewöhnlich war. Damals konnten sich nur vergleichsweise wohlhabende Familien ein derart hochwertiges ferngesteuertes Spielzeug leisten. Genau deshalb gilt das Modell heute als begehrtes Stück deutscher Spielzeuggeschichte.

Auch Experte Detlev Kümmel zeigte sich beeindruckt vom außergewöhnlich guten Zustand des Oldtimers im Miniaturformat. Besonders hob er den funktionierenden Friktionsantrieb, die Blinker sowie zahlreiche originale Details hervor.

Dass sogar der empfindliche Mercedes-Stern an der Front noch vollständig erhalten war, bezeichnete er als echte Seltenheit. Für Kümmel stand fest, dass das Modell über viele Jahrzehnte hervorragend gepflegt und sorgfältig gelagert worden war.

Während der Verkäufer hoffte, etwa 30 Euro zu erzielen, schätzte der Experte den realistischen Marktwert deutlich höher ein und taxierte das Fahrzeug auf 80 bis 120 Euro.

Im Händlerraum entwickelte sich anschließend ein regelrechter Bieterkampf. Kaum war das Modell präsentiert, eröffnete Christian Vechtel die Verhandlungen mit einem Gebot von 80 Euro. Doch lange blieb er nicht allein.

Anaisio Guedes erhöhte ohne Zögern auf 160 Euro und machte damit deutlich, dass er das Sammlerstück unbedingt erwerben wollte. Kurz darauf griff auch Jan Čížek ins Geschehen ein und überbot Christians Gebot von 180 Euro mit 190 Euro.

Bares für Rares: Händlerstreit eskaliert: „Wie unverschämt bist du?!“ |  swp.de

Die lockere Stimmung unter den Händlern sorgte dabei für einige unterhaltsame Momente. Christian versuchte, Jan mit einem Augenzwinkern zu einem glatten Gebot zu bewegen und meinte scherzhaft, er würde ihn dann in Ruhe lassen.

Susanne Steiger feuerte die beiden zusätzlich an und forderte Jan auf, noch einmal nachzulegen. Der ließ sich nicht lange bitten und antwortete lachend: „Wie unverschämt bist du? Natürlich mache ich das glatt!“ Anschließend erhöhte er konsequent auf 200 Euro und sicherte sich schließlich den Zuschlag.

Für den Verkäufer war das Ergebnis weit mehr, als er sich ursprünglich erhofft hatte. Schließlich wäre er nach eigener Aussage bereits mit seinem Wunschpreis von 30 Euro zufrieden gewesen. Umso größer war seine Freude über den erfolgreichen Verkauf.

Auch Jan verließ den Händlerraum glücklich mit seinem neuen Sammlerstück und konnte sich einen letzten scherzhaften Seitenhieb gegen Christian nicht verkneifen. Mit einem Lachen kündigte er an, die kleine „Rechnung“ zwischen ihnen später noch zu begleichen.

So endete ein spannender Verkauf, der eindrucksvoll zeigte, dass liebevoll erhaltene Kindheitserinnerungen bei „Bares für Rares“ oft wahre Schätze sein können.

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